Genau genommen gab es im “Wilden Westen” keine Cowgirls, der körperlich anstrengende Beruf war ausschließlich Männern vorbehalten. Dennoch ist dieses Kostüm heute bei Karnevalsveranstaltungen und dergleichen sehr beliebt. Dabei tragen Frauen entweder die klassische Kleidung eines Cowboys oder wandeln diese auf weibliche Weise leicht ab, indem sie beispielsweise eine Hose durch einen Rock ersetzen. Daher gibt es auch bei den Komplettkostümen, die im Handel angeboten werden, deutliche Unterschiede. Einige davon wirken eher männlich und sind von Cowboy-Verkleidungen kaum zu unterscheiden, andere arbeiten eher mit Elementen der weiblichen Western-Kleidung und kombinieren diese mit einigen charakteristischen Accessoires, beispielsweise einem Cowboyhut oder einem Revolver.

Wer sich als Cowgirl verkleiden möchte, muss sich aber nicht zwangsläufig ein fertiges Kostüm anschaffen, sondern kann dieses auch selbst aus einzelnen Kleidungsstücken zusammenstellen. Eine Jeans eignet sich dafür beispielsweise sehr gut, wobei diese nicht allzu neu sein, sondern bereits einige Gebrauchsspuren aufweisen sollten. Dadurch wirkt die Verkleidung authentischer, da es sich beim Job eines Cowboys früher um harte Arbeit handelte. Als Oberteil bietet sich ein Holzfällerhemd an, das in den Herrenabteilungen vieler Bekleidungsgeschäfte oder im Internet erhältlich ist. Beim Tragen kann man die unteren Knöpfe offen lassen und das Hemd im Bereich der Taille zusammen knoten. Besonders effektvoll wirkt dies, wenn man dazu einen Ledergürtel im Western-Stil trägt. Beim Schuhwerk kann man entweder zu Cowboy-Boots oder anderen derben Stiefeln greifen, die möglichst aus Leder, Wildleder oder einem optisch ähnlichen Material bestehen sollten. Abgerundet wird das Ganze durch einen Cowboyhut, der in der Karnevalssaison in jedem größeren Kaufhaus erhältlich ist.

Möchte man das Kostüm etwas femininer gestalten, kann man statt der Jeans auch einen Lederrock oder dergleichen tragen. Dabei sollte man eher zu natürlichen Tönen wie einem erdigen Braun oder Beige oder zum neutralen Schwarz greifen, grelle und moderne Farben sind hingegen weniger geeignet. Zur Inspiration kann man auch einen Western-Film anschauen und dabei das besondere Augenmerk auf die Kleidung der Darsteller legen. Diese ist zwar nicht immer authentisch, enthält aber alle wesentlichen Merkmale, die man im Allgemeinen mit einem Cowboy – und somit auch mit einem Cowgirl – verbindet. Auch das Internet ist eine gute Fundgrube für diverse Kostümvorschläge, außerdem wird dort oft gebrauchte Kleidung angeboten, die sich gut für eine Verkleidung im Western-Stil eignet. In Second Hand-Läden und auf Flohmärkten wird man ebenfalls oft fündig, zumal die Kleidung dort meist sehr günstig ist.

Wer Spaß an Handarbeit hat und über die notwendige Ausstattung verfügt, kann sich natürlich auch ein eigenes Kostüm schneidern. Dabei lässt sich oft auch ausrangierte Kleidung wieder verwerten. Eine schlichte weiße Bluse kann man beispielsweise mit dünnen Streifen aus Leder oder einer Stickerei versehen, sodass sie gut zu einer Verkleidung als Cowgirl passt. Auf dieselbe Weise kann man auch Hosen, Jacken oder andere Kleidungsstücke optisch aufwerten oder eine alte Handtasche im Western-Stil neu gestalten. Im Internet gibt es viele weitere Ideen und Schnittmuster, die man kostenlos ausdrucken und nach Belieben verwenden kann.

Hinterlassen Sie eine Antwort